Das 18. Jahrhundert war nicht nur die Epoche der trockenen Systematisierung des Tierreichs, sondern man begann auch, die Gefühle der Tiere wahrzunehmen und vor allem ernst zu nehmen. Wissenschaftliche Erforschung und Tierliebe gingen einher.

Das Gefühlsleben der Tiere darzustellen, war eine ganz neue Aufgabe für die Künstler. Es reichte nicht mehr, das Fell oder Federkleid realistisch wiederzugeben. Tiere sollten den Betrachter direkt ansprechen und Emotionen auslösen. Untersuchen Sie die Strategien der Künstler: Wie gelang es den Malern und Bildhauern, Tiere nicht mehr nur als Objekte, sondern als Subjekte mit eigenem Willen darzustellen.
Julius Konrad Hentschel, 1872-1907
Sitzendes Kind mit einem aus einer Schale
saufenden Hund, 1905
Museum für Angewandte Kunst Köln