Seit dem 15. Jahrhundert füllten europäische Entdeckungsreisende die leeren Stellen auf ihren Weltkarten. Wo sie Drachen vermuteten, entdeckten sie Büffel, Kängurus und Gorillas. Schiffsladungen von lebenden Tieren und Jagdtrophäen bereicherten die adeligen und bald auch bürgerlichen Menagerien und Wunderkammern. Gemeinsam mit seltenen Mineralen, Edelsteinen und Kunstwerken aller Art stellten sie die Reichweite der Macht ihrer Besitzer unter Beweis.

Dabei wuchs erst allmählich, dann immer schneller die Zahl der bekannten Arten. Die für die Europäer fremden Tiere lösten nicht nur Staunen aus, sondern Verwirrung. Die Natur schien noch viel reicher als man geahnt hatte.

Carl Spitzweg, 1808-1885
Der Schmetterlingsfänger, um 1840
Museum Wiesbaden